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Als Baustoff haben sie wohl mit Abstand die längste Tradition. Sie blicken auf eine Jahrtausende alte Geschichte zurück, die sich von Ägypten bis Europa quer über den Globus verfolgen lässt. Kein Wunder, dass er auch heute noch ganz oben auf der Liste steht, wenn die Rede vom Massivhaus ist. Ausgangsbasis des Ziegels bildet stets Ton, der mit einem unterschiedlichen Sandgehalt angereichert wird. Allerdings darf das Verhältnis nicht zu stark in Richtung Sand tendieren, da der Ziegel sonst stark an Festigkeit einbüßt. Diese erhält er jedoch erst endgültig nach dem Trocknen und dem abschließenden Brennvorgang, in dem man ihn bis zu drei Tage Temperaturen von ungefähr 1000 Grad aussetzt. Durch verschiedene Abwandlungen in der Herstellung lassen sich die Eigenschaften der Ziegel modifizieren und es entstehen bekannte Unterarten wie Klinker oder Poroton. Erstere beispielsweise erhalten durch höhere Temperaturen während des Brennens eine gesteigerte Stabilität, wohingegen Poroton durch eine Abwandlung der anfänglichen Mischung über durchlässige Poren verfügt. Je nach Variation dienen sie vor allem als Außenmauer und Vormauersteine, seltener und nur unter speziellen Voraussetzungen als Zwischenwände.
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